Noreia Celtoi

 Archäotechnik

der Frühen Eisenzeit Mitteleuropas 

 

 

 
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Rekonstruktionsversuch einer Osthallstattzeitlichen Männerbekleidung an Hand der Situla Kunst.

Lange haben wir darüber nachgedacht und uns dann doch an diese Sache herangetraut. Auf der Situla von Kuffern sitzt ein Mann auf einem Stuhl und wird bedient. Alleine mit diesem Bilde eine Rekonstruktion zu gestallten ist unserer Meinung nach nicht möglich.

Also schauten wir uns weitere Situla Darstellungen an, sammelten einige Ideen und versuchten uns an einer eigenen Interpretation einer Gewandung wie sie auf der Situla zu sehen ist.

Den eigentlichen Ausschlag für die Umsetzung dieses Projektes machte der Rekonstruktionsversuch der im Museum Hallstatt zu sehen ist.. Doch wir waren der Meinung das die dort gezeigte Gewandung nicht den Ansprüchen der damaligen Zeit entsprach. So griffen wir die Idee auf und nahmen einige für uns logisch erscheinende Änderungen vor.

Rekonstruktion des Museums Hallstatt

Das Museum in Hallstatt fertigte bei seinen Rekonstruktion einer Hallstattzeitlichen Tracht nach Abbildungen der Situla- Kunst ein einteiliges Gewand.

So fertigten sie eine Bodenlange Tunika welcher im Halsbereich mittig geschlitzt ist.

siehe Bild links

Die Kanten des Halsausschnittes so wie die Ärmel und auch der untere Saum der Tunika verzierten sie mit einem Brettchengewebe in Schnurbandtechnik. Dies Art der Webtechnik ist für die Hallstattzeit nicht nachgewiesen.

siehe Bild rechts

Auf den oberen Teil der Tunika setzen sie Karos in vorm eines Schachbrettes. Die Kanten der Karos wurden mit einer Kordel überdeckt.

Bild links                                                         Besatz des Karos

Erweitert wurde das Kleidungsstück mit einem Kariertem Umhang (Sagum) auf welchen ebenfalls seine Schurbindborte aufgesetzt wurde. Dazu trägt Die Fiegur einen großen Filzhut mit breiter Krempe.

Als Schmuck dient eine Brillenfibel zum schließen des Umhangs und eine Brosche für den Halsausschnitt.

Um die Mitte trägt die Figur einen weißen Ledergürtel mit Gürtelharken (Fund Hallstatt) und einen Antennedolch, durch welchen mann sie dem Westhallstattkreis zuordnen kann.

Interpretation von

Sebastian von Nagaroon-P.

Ich entschied mich im Gegensatz zu der Rekonstruktion des Museums zu einem zweiteiligem  Gewandungsstück. Bestehend aus einem Untergewand (lange Tunika) und einer Art ärmellosen kurzen Tunika

Die ärmellose Übertunika wurde wie auch bei der Rekonstruktion des Museums Hallstatt mit einen Schachbrettmuster versehen nur schlitzen wir sie nicht in der Mitte sondern entschieden uns für einen Seitliche Variante. Dieses hat lediglich den Hintergrund das man das Kleidungsstück nach untern hin ausziehen kann. Man wirft es quasi ab und muss es nicht über den Kopf an oder ausziehen.

Auch setzen wir keine Kordel auf ,sondern versahen die Kanten und die Karos mit einen Zierstich per Hand, welcher sich durch farbliche Wolle absetzt. Die Wolle, welche wir verwendeten wurde zuvor Pflanzen gefärbt.

Zum verschlissen der Übertunika dient eine Mehrkopfnadel welche  aus teilorganischen Materiellen herstellt wurde. Nadel aus Bronzedraht und Knochenperlen.

siehe Bild rechts

Als Mantel verwendeten wir einen weinroten Wollstoff welcher mit Bettchenwebkanten an allen vier Seiten versehen wurden. Das Bettchengewebe wurde in der Köperwebart, welcher auch für die Hallstattzeit nachgewiesen ist hergestellt. Nur eine Seite wurde mit einem Musterband versehen. Bei dem Muster welches wir erwählten handelt es sich um eine Fundreplik eines Bandes aus dem Bergwerg Hallstatt.

Als Gürtel habe ich eine Replik aus dem Museum Hallstatt. welchen Steffan J. fertigte.

Ich erwäge aber für die Zukunft ein Gürtelblech zu dieser Gewandung zu tragen.

Für meiner Situlengewandung habe ich mehre Kopfbedeckungen.

Zum einen einen brauen Filzhut und eine Mütze

  

Ergänzung 18.08.08

Nach nochmaliger Sichtung der Situlenabbildungen haben wir uns dazu entschlossen die Bodenlange Gewandung auf ca. Waden Länge zu kürzen. Auf den Situla sieht man eigentlich nur eine Bodenlange Männergewandung. Bei dieser Abbildung ist aber nicht klar ob die Gewandung bis zum Boden reicht oder ob es sich hierbei vielleicht doch nur um einen übergeworfenen Mantel handelt.

Des weiteren haben wir die Kopfbedeckung um einen Strohhut mit großem Rand und kleiner Kalotte erweitert.

 

Besucher seit dem 04.11.2006