Noreia Celtoi

 Archäotechnik

der Frühen Eisenzeit Mitteleuropas 

 

 

 
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Verarbeitung von Wolle

färben von Wolle (Erfahrungsbericht)

 

die Wolle sieht ja schon etwas langweilig aus...

also verschiedene Farben wären schön, erst  mal schauen was ich dafür nun wieder brauche. Färbepflanzen. Hmm,...klar. Da gibt es ja ne Menge Möglichkeiten, ich entscheide mich für den Anfang Birkenblätter zu nehmen.

Besorge mir zunächst mal eine Anleitung, wie ich mit solchen Mitteln Wolle färbe...scheint ja recht einfach. Also die entsprechende Menge Blätter und etwas Alaun, um die Wolle vorzubereiten.

Brauche meinen größten Topf, da die Wolle in reichlich Wasser liegen soll. Alaun abwiegen und in das Wasser einrühren, die feuchte Wolle hinein und ca.1 Stunde bei 90°C köcheln (…diesmal beschwert sich meine Familie Nase rümpfend, was ich denn da nur wieder koche). Laut Anleitung soll die Wolle darin abkühlen und über Nacht  stehen bleiben … muss also meine Ungeduld zügeln…
Am nächsten Morgen spüle ich die Wolle etwas aus und lass das Wasser herauslaufen…Zeit um die getrockneten Blätter abzuwiegen…das ist ja ein Berg und die Blattstückchen fliegen dauernd davon, also schnell mit Wasser bedecken und aufkochen…mmh, ich mag den Geruch ... (nur meine Familie...siehe oben).

Nach etwa einer Stunde wird dieser Sud durch ein Sieb gegossen, dann mit Wasser soweit aufgefüllt, das die Wolle komplett damit bedeckt ist…wieder etwas köcheln lassen ...dabei immer wieder neugierig unter den Deckel gucken, wie die Farbe wohl wird...

Jawohl ...gelb ist es geworden ...ein richtiges sommersonnengelb...bin sehr zufrieden. Die Wolle wird jetzt noch mal gut ausgespült und in das letzte Wasserbad kommt ein Schuss Essig zur besseren Fixierung. (seit dem letzten Lager weiß ich, die Farben sind wirklich auch Waschmaschinen geeignet, prima)

 

Ermutigt durch den ersten Erfolg, trau ich mich nun an die nächste Farbe, Krappwurzeln stehen auf der Liste…eigentlich alles wie gehabt, außer das die Küche danach einen sanften roten Schimmer hat...das Zeugs färbt wie verrückt …(selbst die kleinsten Staubpartikel !! )... danach ist erstmal putzen angesagt.

Aber es hat sich gelohnt die Wolle hat nun einen  kräftigen, rostroten Ton angenommen …richtig schön!

Beim Färben mit Blauholz trau ich mich dann schon von der Anleitung abzuweichen…die Farbe würde sonst viel zu dunkel, so habe ich jetzt ein schönes dunkles violett, das wunderbar zu den anderen Farben passt. Nachdem ich gelesen habe, das diese Farben auch mischbar sind, habe ich etwas von der gelben Wolle in den Blauholzsud getaucht und dadurch eine weitere Farbe, nämlich grün erhalten.

Weiterführende Färbe-Experimente werde ich aber wohl auf die wärmere Jahreszeit verschieben müssen, dann kann ich nämlich draußen arbeiten, (damit meine Familie nicht  wieder…siehe oben)….

 

Bilder von Färbeversuchen auf den Dürrnberg bei Hallein

Färbeversuch mit Kleeblütenblätter
Mit Krappwurzel  

 

 

mit Zwiebelschalen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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