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ältere Eisenzeit
Hallstattzeit
Der Zeitabschnitt
der Älteren Eisenzeit , von etwa 800 bis 450 v. Chr. in Mitteleuropa wir
auch als Hallstattzeit bezeichnet.
Benannt wurde dieser Zeitabschnitt der Europäischen
Geschichte nach einem bedeutenden Gräberfeld im
oberösterreichischen Salzkammergut bei dem Ort Hallstatt.

Der beschauliche Ort Hallstatt
liegt am Westufer der Hallstätter Sees. Rund 450 Höhenmeter über dem See
entdeckten im schwer zugänglichen Salzbergtal im frühern 19. Jahr
Arbeiter bei Erdarbeiten mehrfach vorgeschichtliche Funde. In Jahre 1846
stieß man dann erneut auf Funde aus dem Altertum, daraufhin veranlasste
der Leiter des Hallstätter Salzbergwerkes Johann Georg Ramsauer, eine
Ausgrabung an der neuen Fundstelle. Währen der Ausgrabungen wurde
schnell klar das es sich hier um ein alte Begräbnisstätte handelte.
Ramsauer legte bis zu seine Pensionierung 1863 nicht weniger als 980
eiszeitliche Bestattungen auf rund 9000 Quadratmeter mit knapp 20.000
Fundobjekten frei.
Alls diese Funde Dokumentierte er
sehr akribisch in Schrift und Bild so wie es ihm zur damaligen Zeit
möglich war. Spätere Untersuchungen erhöhten die Gräberzahl bis heute
auf 1300, wobei mit ca. 2000 Ursprünglichen Bestattungen gerechnet
wird.
Bei den Funden wurden ca. 45 %
Brandbestattet die restlichen 55 % wurden in Körpergräbern in
gestreckter Rückenlage beigesetzt. Eine Besonderheit des Hallstätter
Gräberfeldes stellen 121 so genannte Tonwannen dar; (Grabfundamente in
Ovaler Form aus schlecht gebranntem Ton mit aufgebogenen Rändern), Dies
Gräber waren hauptsächlich Reich ausgestatteten Grablegungen vorbehalten

Originalzeichnung aus dem
Grabungsprotokoll von J.G. Ramsauer mit Grabfunden aus dem Gräberfeld von
Hallstatt
Ältere Eisenzeit
Die Epoche der älteren Eisenzeit
(800/750-500/400 v. Chr.) entwickelte sich aus der
vorausgehenden
spätbronzezeitlichen
Urnenfelderkultur.
Für Werkzeuge und Waffen wird anstelle der
Bronze immer häufiger Eisen verwendet. Den Großteil der Bevölkerung
bildeten in unbewehrten Freilandsiedlungen lebende Bauern, daneben gab
es Handwerker und Händler. An der Spitze der
Gesellschaft standen adelige Krieger
("Fürsten"), die in befestigten Höhensiedlungen wohnten und in reich
ausgestatteten Hügelgräbern beigesetzt wurden. Die Brandbestattung trat
gegenüber der Körperbestattung immer mehr zurück.
Der Salzabbau von Hallstatt wurde in der Ostgruppe
aufgenommen. Auch hier fanden sich zahlreiche Spuren organischen
Materials, die gute Schlüsse auf Abbautechnik, Verwaltung des Bergwerks
und vor allem den Alltag der Bergleute zulassen. Kennzeichnende Funde
sind flache, breite Kienspäne, Knieholzschäftungen, mit schlanken Stiel
für bronzenen Lappenpickel, Schaufeln mit ovalen Blatt, Fellbeutel,
zipfel- oder baskenmützenartige Kopfbedeckungen sowie herzförmige
Abbauspuren. Die Westgruppe wurde durch den modernen Bergbau am
frühesten zerstört und ist am wenigsten erforscht.
Die Funde im Gräberfeld von Hallstatt spiegeln
durch den Salzhandel entstanden Wohlstand und die weit reichende
Handelsbeziehungen. Importierten Luxusgüter sind: Wein, Speisen,
Bronzegeschirr, Glas, Bernstein von Nord- und Ostsee.
Verbreitung
.Die Hallstattkultur war über fast ganz
Mitteleuropa verbreitet und wird in zwei Formenkreise unterschieden. Der
West- und Osthallstattkreis wird durch die Flüsse Enns, Ybbs und
Inn getrennt. Der Westhallstattkreis stand in Kontakt mit den
griechischen Kolonien an der ligurischen Küste. In den Alpen werden
Kontakte zu den Etruskern und den unter griechischem Einfluss stehenden
Regionen in Italien gepflogen. Der Osten hatte enge Verbindungen zu den
Steppenvölkern, die vom Karpatenbecken bis zu den südrussischen
Steppengebieten beheimatet waren.
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