Noreia Celtoi

 Archäotechnik

der Frühen Eisenzeit Mitteleuropas 

 

 

 
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Bau eines spätbronzezeitlichen Tragesackes

nach den Funden in Hallstatt

 

Orginalfund

Der Tragsack ist aus Rindsfell angefertigt und durch Holzleisten versteift. Die Tragvorrichtung besteht aus einem Gurt, der mit beiden Enden am unteren Teil des Sackes befestigt ist, und einem kurzen Holzknüppel, der am oberen Ende angebracht ist. Diese Konstruktion erleichterte das Entleeren des mit Salz gefüllten Sackes. Das Fassungsvermögen reicht bis zu 45 kg Hauklein (abgeschlagene Salzbruchstücke)

Beschreibung vom naturhistorischen Museum in Wien

Wie das Original fertigen auch wir den Tragesack aus einen Kuhfell. Damit unten keine Naht entsteht wurde das Fell auf die Hälfte geklappt und die grobe Form ausgeschnitten. danach lochten wir die Seiten mit einer Lochzange und vernähten die Seiten mit Streifen die wir vorher ebenfalls aus den Fell geschnitten hatten.

Der obere Rand der Kraxe wurde nach außen geklappt , so das dieser eine doppelte Fellstärke aufweist. Diese Dopplung vernähten wir erneut, um den Rand so wie das oberen Ende des Tragensackes zu versteifen. Auserden wurden die beiden Seiten mit Holzstangen (Ästen) aus Haselnuss zusätzlich verstärkt. Das Holz wurde ebenfalls am unteren Ende, in der Mitte und Oben mit den Kuhfell vernäht.

An der linken Seite der oberen Hälfte befestigen wir den dritten etwas kürzeren Ast aus Haselnuss, der vorher wie die Seitenteile von der Rinde befreit und geölt wurde.

Als Tragegurt dient eine breiter Streifen des Rinderfelles. Auch er wurde wie beim Original am seitlich unteren Ende des Sackes befestigt.

Unser Nachbau ist 66cm Hoch, am oberen Rand weist er eine Breite von 43 cm auf und unten eine Breite von 33cm wobei die Stangen mit gemessen wurden.

 

Nach mehreren Versuchen können wir auch sagen das er ohne Schaden zu nehmen ein Gewicht von 35 bis 40 Kg trägt.

Diese Kraxe bauten wir im Frühjahr 2007.

     

Aus den Rest des Kuhfells fertigten wir im August 2007 in gleicher Weise einen zweiten etwas kleineren Tragesack, welchen wir dem Stamm Alauni für ihre Gastfreundschaft bei der Dorfbelebung in Hallein 2007 überließen.

Besucher seit dem 04.11.2006